• „Nationale Projekte des Städtebaus“ werden mit rund 41 Millionen Euro gefördert

    by  • 13. Juli 2016 • Aktuelles

    Das Bundesbauministerium fördert dieses Jahr 17 „Nationale Projekte des
    Städtebaus“ mit rund 41 Millionen Euro. „Mit diesem Programm
    unterstützen wir ‚Leuchttürme‘ der Baukultur von nationaler
    Bedeutung und internationaler Ausstrahlung,“ sagte Bundesbauministerin
    Barbara Hendricks heute bei der Verkündung in Berlin. Schwerpunkte des
    Programms sind die Konversion von Militärflächen, der barrierefreie
    Umbau in den Städten und interkommunale Kooperationen.

    Hendricks: „Mit rund 650 Millionen Euro jährlich aus der
    Städtebauförderung unterstützen wir die Kommunen bei den aktuellen
    ökologischen und gesellschaftspolitischen Herausforderungen. Wir fördern
    zusätzlich mit über 41 Millionen Euro Premiumprojekte des Städtebaus,
    die Modellcharakter haben und über regionale und auch nationale Grenzen
    hinausstrahlen. Genau hier liegt das Besondere des Programms ‚Nationale
    Projekte des Städtebaus‘. Wir fördern damit innovative und hochwertige
    Lösungen für offene Fragen der Stadtentwicklung. Wie diese geplant und
    umgesetzt werden, dabei sollen sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv
    einbringen. Darauf legen wir bei der Projektauswahl großen Wert.“

    So wird beispielsweise in Gießen die Mustersanierung der 100 Jahre alten
    Werkssiedlung „Gummiinsel“ unter Beteiligung der Bewohnerinnen und
    Bewohner gefördert. In Berlin-Pankow erhält das Wohnquartier
    Elisabeth-Aue eine „Erste Adresse“ als Anlauf- und
    Koordinierungsstelle für die gemeinschaftliche Quartiersentwicklung. In
    Heidelberg entsteht das „Grüne Band des Wissens“, das als
    identitätsstiftender und attraktiver Freiraum neuen Typs die früheren
    amerikanischen Campbell Barracks erschließen soll. In Schweinfurt wird
    das Gelände der Ledward-Kasernen mit dem Caruspark eine Revitalisierung
    erleben. In Wilhelmshaven wird die internationale Forschungs- und
    Begegnungsstätte „Wattenmeer“ auf einem früheren Marineareal
    gefördert.

    Diesjährige Schwerpunkte des Programms „Nationale Projekte des
    Städtebaus“ sind Maßnahmen zur Konversion von Militärflächen, der
    demografiegerechte und barrierefreie Umbau der Städte und Gemeinden sowie
    städtebauliche Kooperationen, bei denen mehrere Kommunen – insbesondere
    im ländlichen Raum – zusammenarbeiten und Konzepte für die Zukunft
    ihrer Städte und Gemeinden gemeinsam entwickeln und realisieren. Hier
    waren innovative und experimentelle Ansätze gefragt.

    Auf den diesjährigen Aufruf für das Programm „Nationale Projekte des
    Städtebaus 2016“ sind 118 Vorschläge von Städten und Gemeinden mit
    einem beantragten Bundeszuschuss von rund 466 Millionen Euro eingegangen,
    womit das Programm mehr als zehnfach überzeichnet war. Eine
    interdisziplinär besetzte Expertenjury unter Vorsitz des
    Parlamentarischen Staatssekretärs Florian Pronold hat sich für die
    Förderung von 17 Projekten in ganz Deutschland ausgesprochen. Dieser
    Empfehlung ist Bundesbauministerin Hendricks gefolgt. Die Kommunen können
    ihre ersten Projekt-Maßnahmen bereits im Herbst beginnen.

    Der 15-köpfigen Expertenjury unter Vorsitz des Parlamentarischen
    Staatssekretärs Florian Pronold gehörten die Bundestagsabgeordneten
    Christian Haase, Kai Wegner, Dr. Anja Weisgerber, Michael Groß, Hiltrud
    Lotze, Kerstin Kassner und Chris Kühn an; außerdem Prof. Dr. Jörg
    Haspel (Präsident des Deutschen Nationalkomitees ICOMOS), Prof. Dr. Dr.
    Werner Durth (TU Darmstadt), Andrea Gebhard (ehem. Präsidentin bdla),
    Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher (TU Dortmund), Karen Pein
    (Geschäftsführerin der IBA Hamburg), Prof. Dr. (I) Elisabeth Merk
    (Stadtbaurätin München) und Prof. Dipl. Ing. Martin zur Nedden (Wiss.
    Direktor Difu).

    Die vollständige Liste der „Nationalen Projekte des Städtebaus 2016“
    steht unter folgendem Link: www.bmub.bund.de/N52065/