• Internationales Waldforum „Wald für die Zukunft“ mit Unterstützung des RNEI am 30./31. März im Leningrader Gebiet

    by  • 1. April 2015 • RNEI

    In Podporoschie im Leningrader Gebiet brachte das Forum „Wald für die Zukunft“ am 30./31. März 2015 rund 70 TeilnehmerInnen aus Russland, Belarus, Deutschland, Schweden und Finnland zusammen. Organisatoren waren das überregionale „Netzwerk der Ökodörfer und Umweltinitiativen Russlands“, das Zentrum für Unabhängige Soziologische Studien (St. Petersburg), das regionale „Netzwerk für nachhaltige Dorfentwicklung“ (Region Archangelsk), die schwedische Permakultur-Vereinigung und die internationale Partnerschaft REALS. Das Russisch-Deutsche Büro für Umweltinformation (RNEI) organisierte die Teilnahme eines deutschen Experten für nachhaltige Forstwirtschaft, Hannes Schmitt, Mitarbeiter im Lübecker Stadtwald.

    Die Wahl des Veranstaltungsorts fiel nicht zufällig auf Podporoshie: In der Nähe der Stadt befindet sich das Ökodorf Grishino, das die Schaffung eines Naturparks im Podporoshier Landkreis initiiert hat. Im Landkreis arbeitet darüber hinaus das holzverarbeitende Unternehmen „Metsa Forest Podporozhie“, das daran interessiert ist, Prinzipien der Nachhaltigkeit in seine Produktion mit einzubeziehen.

    Neben Vorträgen setzte das Forum einen besonderen Fokus auf die Gruppenarbeit, bei der sich die TeilnehmerInnen näher kennenlernen konnten. Dieser Aspekt war deshalb besonders wichtig, weil so viele unterschiedliche Ansichten und Beziehungen zum Wald aufeinandertrafen: Während den Bewohnern von Dörfern und Ökosiedlungen vor allem seine soziale Funktion wichtig ist, betonten die Mitarbeiter von Naturschutz-NGOs (u.a. Greenpeace und WWF Russland) seinen biologischen Wert, die Vertreter der Holzindustrie und staatlicher Einrichtungen suchen die finanzielle Nachhaltigkeit der Waldnutzung. Diese disparaten Sichtweisen schaffte das Forum zu einen – erarbeitet wurde eine gemeinsame „Deklaration über Pläne und Zusammenarbeit“ in der Region, die sowohl die Aspekte Nutzung und Verwaltung des Waldes als auch die Beteiligung der Öffentlichkeit auf Basis internationaler Erfahrungen mit einschließt.

    Bericht über die Veranstaltung auf der Website des Ökodorfs Grishino