• Internationale Umweltforum in Ufa

    by  • 21. Juni 2016 • Aktuelles

    Vom 8. bis 10. Juni  nahm das Russisch-Deutsche Büro für Umweltinformation (RNEI) am internationalen Umweltforum in Ufa, Hautstadt der Republik Baschkortostan Russland, teil. Das Forum wurde von der Regierung der Republik Baschkortostan, vom Ministerium für Naturnutzung und Umweltschutz Baschkortostan und der Baschkortostan Ausstellungsgesellschaft organisiert.

    Die Hauptthemen des Forums waren  Probleme des Klimawandels, der negative Einfluss der Klimafolgen auf verschiedene Regionen Russlands und die Notwendigkeit einer entsprechenden Klimapolitik (z.B. Klimaadaptationsstrategien betreffend). Die Direktorin des RNEI, Angelina Davidova, hat das Plenum zu den Problemen des Klimawandels mitorganisiert und geleitet. Sie berichtete über Resultate der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Paris, über die Besonderheiten des Pariser Abkommens, über die Pläne Russlands zur Umsetzung des Pariser Abkommens und über die Maßnahmen der russischen föderalen Klimapolitik. In Rahmen des Plenums haben eine Reihe russischer Experten ihre Sicht zu den Problemen des Klimawandels auf globaler und lokaler Ebene vorgestellt. Der Direktor des Staatlichen Geophysikalischen Wojejkow-Observatoriums sowie IPCC Wladimir Katzow hat über den globalen Klimawandel und dessen Folgen für Russland, insbesondere für die Wolgaregion berichtet.  Der Direktor des Forstwirtschaftlichen Instituts der Russischen Akademie der Wissenschaften, Wladimir Sokilow, hat über die Rolle von Mooren für die Klimaregulierung und den Klimaschutz (Mitigation) berichtet. Dabei erwähnte er auch das russisch-deutsche Moorschutzprojekt in der Region Moskau, das mit der Unterstützung der Michael-Succow-Stiftung durchgeführt wird. Der Leiter der staatlichen Einrichtung für Hydrometeorologie und Umweltüberwachung in der Wolgaregion, Wladimir Sokolow, hat vor den erwarteten Folgen des Klimawandels für die Wolga gewarnt. Eine Reihe von Experten äußerte Besorgnis über die regionalen Folgen der Klimaveränderung für die Republik Baschkortoskan, zu denen unvorhersehbare meteorologische Ereignisse, vermehrte Dürren, die Reduktion von Moorflächen und der Ertragsrückgang in der Landwirtschaft zählen. Diese Aussagen mahnen zur Ausarbeitung von regionalen Konzeptionen für Adaptation und Mitigation.

    Am zweiten Tag hat Angelina Davidova ein Seminar für Journalisten und Vertreter von Pressestellen regionaler Verwaltungen und öffentlicher Umweltorganisationen durchgeführt. Dabei ging es um umweltjournalistische Fragen, wie zum Beispiel den Zugang der Öffentlichkeit zu Umweltinformationen, die Darstellung von Umweltthemen in den Medien und die Zusammenarbeit zwischen Behörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen.

    Interview mit Angelina Davydova auf dem Umweltforum.