• US-chinesische Klima-Initiative: Die Gut-Wetter-Macher

    by  • 14. November 2014 • Aktuelles

    14. November 2014 – spiegel.de

    Die USA und China kämpfen gemeinsam für die Rettung des Klimas – das zumindest soll die neue Initiative Washingtons und Pekings vermitteln. Doch bei genauem Hinsehen wird deutlich: Die Erklärung ist kaum mehr als Symbolpolitik.

    Seit mehr als 20 Jahren verhandeln die Staaten der Welt unter dem Dach der Uno, um den Klimaschutz voranzubringen. Die Ergebnisse sind bisher äußerst dürftig: Die Treibhausgas-Emissionen eilen weiter von Rekord zu Rekord, während ein neues internationales Abkommen mit verbindlichen Zielen auf sich warten lässt.

    Als Hauptgrund für den Stillstand gilt der Streit zwischen Arm und Reich: Die Industrieländer betonen, dass ein globaler Klimaschutz nicht möglich ist, wenn große Schwellenländer wie Indien und der weltgrößte CO2-Emittent China nicht mitmachen. Letztere pochen darauf, dass ihre wirtschaftliche Entwicklung Vorrang hat und die Industriestaaten für den Großteil der bisherigen Treibhausgase verantwortlich sind. Deshalb lehnen sie es ab, sich auf verbindliche Klimaschutzziele festzulegen.

    Jetzt aber, so scheint es, tun sich die Anführer beider Lager endlich zusammen: Die USA und China haben sich auf Klimaschutzziele geeinigt und wollen künftig auf diesem Gebiet enger zusammenarbeiten. Haben die beiden größten Luftverschmutzer damit „die Blockade gelöst“, wie etwa der SPD-Umweltpolitiker Jo Leinen nun jubelt? Haben sie sich tatsächlich neue und ambitionierte Klimaschutzziele verordnet? Die Antwort lautet in beiden Fällen: wohl kaum.

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