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    „Gruselgeschichten“ des Pariser Abkommens

    19. Juli 2016

    In dem neuen Artikel Angelina Davidova berichtet über die Rezeption des Pariser Abkommens in Russland. Die Laune bezüglich der Umsetzung des Pariser Abkommens ist negativ. Die Analytiker aus der russischen Regierung und die Vertreter der Wirtschaft fürchten, dass Emissionssteuer vermutlich 7,5 bis 9,6 % des Bruttoinlandsprodukts betragen.

    Der Artikel unter dem Link:  http://kommersant.ru/doc/3042039

    Ratifizierung des Pariser Abkommens: Hoffnung und Verantwortung

    15. Juli 2016

    Die Lesser_Coat_of_Arms_of_Ukraine.svgUkrainische nationale Informationsagentur berichtet, dass am 14. Juli 2016 das ukrainische Parlament das Pariser Abkommen ratifiziert hat. 279 aus 335 Abgeordneten haben das Abkommen, das von der Ukraine am 22. April 2016 in New York unterschrieben wurde, unterstützt. Dadurch äußert die Ukraine ihre Solidarität mit der Weltgemeinschaft bezüglich der Maßnahmen gegen negative Folgen des Klimawandels. Nach dem Pariser Abkommen hat die Ukraine keine finanzielle Verbindlichkeit und ist unabhängig in der Entscheidung über Emissionen je nach ihrer sozial-ökonomischen Entwicklung.

    Zur Erfüllung des Pariser Abkommens muss sie Ukraine die 1990 gemessenen Emissionswerte bis 2050 um 80-95% reduziert haben. Dafür soll die Ukraine Niedrigemissionsstrategien entwickeln, Energieeffizienz  stärken und „grüne“ Energie fördern. Diese Maßnahmen verlangen große Investitionen und die Ratifizierung des Pariser Abkommens gibt dazu einen Zugang für die Ukraine. Ob diese Investitionen verwendet in der Tat werden, ist fraglich.  Oleg Savitzkiy, ein ukrainischer Experte für Klimapolitik und Energie, kommentiert:

    „Vorher haben wir immer einen großen Unterschied zwischen deklarierten Verpflichtungen und praktischen Handlungen der ukrainischen Regierung gesehen. Die Durchführung der Reformen im Energiesektor  muss beschleunigt werden, die Energiestrategie muss angenommen werden und ein Plan der Restrukturalisierung und des Abbaus von der problematischen korrumpierten Kohleindustrie, die  große Zuschüsse in Anspruch nimmt und Emissionen produziert muss entwickelt werden. Nur dann kann die Umsetzung des Pariser Abkommens erfolgreich sein.“

    Gesundheitsfolgen durch Luftverschmutzung von europäischen Kohlekraftwerken

    14. Juli 2016

    Health and Environment Alliance (HEAL), WWF, Climate Action Network und Sandbag haben das Ergebnis einer neuen Studie über die grenzüberschreitende Luftverschmutzung und Klimaauswirkung von Kohlekraftwerke in Europa veröffentlicht.

    Mehr davon: http://env-health.org/IMG/pdf/04072016_-_press_release_dark_cloud_german_.pdf

    Vorlesung von Angelina Davydova „Wie Pariser Abkommen verändert die Weltwirtschaft?“

    14. Juli 2016

    Am 23. Juli Angelina Davydova, Direktorin von Russisch-Deutschem Büro der Umweltinformation, erzählt über den Einfluss des Pariser Abkommens auf der Weltwirtschaft. Die Vorlesung findet im Rahmen von „Offene Universität“ auf einer neuen Bühne der Alexandertheater in St. Petersburg statt.

    Mehr über die Vorlesungsinhalt: http://ouniversity.ru/

    „Nationale Projekte des Städtebaus“ werden mit rund 41 Millionen Euro gefördert

    13. Juli 2016

    Das Bundesbauministerium fördert dieses Jahr 17 „Nationale Projekte des
    Städtebaus“ mit rund 41 Millionen Euro. „Mit diesem Programm
    unterstützen wir ‚Leuchttürme‘ der Baukultur von nationaler
    Bedeutung und internationaler Ausstrahlung,“ sagte Bundesbauministerin
    Barbara Hendricks heute bei der Verkündung in Berlin. Schwerpunkte des
    Programms sind die Konversion von Militärflächen, der barrierefreie
    Umbau in den Städten und interkommunale Kooperationen.

    Hendricks: „Mit rund 650 Millionen Euro jährlich aus der
    Städtebauförderung unterstützen wir die Kommunen bei den aktuellen
    ökologischen und gesellschaftspolitischen Herausforderungen. Wir fördern
    zusätzlich mit über 41 Millionen Euro Premiumprojekte des Städtebaus,
    die Modellcharakter haben und über regionale und auch nationale Grenzen
    hinausstrahlen. Genau hier liegt das Besondere des Programms ‚Nationale
    Projekte des Städtebaus‘. Wir fördern damit innovative und hochwertige
    Lösungen für offene Fragen der Stadtentwicklung. Wie diese geplant und
    umgesetzt werden, dabei sollen sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv
    einbringen. Darauf legen wir bei der Projektauswahl großen Wert.“

    So wird beispielsweise in Gießen die Mustersanierung der 100 Jahre alten
    Werkssiedlung „Gummiinsel“ unter Beteiligung der Bewohnerinnen und
    Bewohner gefördert. In Berlin-Pankow erhält das Wohnquartier
    Elisabeth-Aue eine „Erste Adresse“ als Anlauf- und
    Koordinierungsstelle für die gemeinschaftliche Quartiersentwicklung. In
    Heidelberg entsteht das „Grüne Band des Wissens“, das als
    identitätsstiftender und attraktiver Freiraum neuen Typs die früheren
    amerikanischen Campbell Barracks erschließen soll. In Schweinfurt wird
    das Gelände der Ledward-Kasernen mit dem Caruspark eine Revitalisierung
    erleben. In Wilhelmshaven wird die internationale Forschungs- und
    Begegnungsstätte „Wattenmeer“ auf einem früheren Marineareal
    gefördert.

    Diesjährige Schwerpunkte des Programms „Nationale Projekte des
    Städtebaus“ sind Maßnahmen zur Konversion von Militärflächen, der
    demografiegerechte und barrierefreie Umbau der Städte und Gemeinden sowie
    städtebauliche Kooperationen, bei denen mehrere Kommunen – insbesondere
    im ländlichen Raum – zusammenarbeiten und Konzepte für die Zukunft
    ihrer Städte und Gemeinden gemeinsam entwickeln und realisieren. Hier
    waren innovative und experimentelle Ansätze gefragt.

    Auf den diesjährigen Aufruf für das Programm „Nationale Projekte des
    Städtebaus 2016“ sind 118 Vorschläge von Städten und Gemeinden mit
    einem beantragten Bundeszuschuss von rund 466 Millionen Euro eingegangen,
    womit das Programm mehr als zehnfach überzeichnet war. Eine
    interdisziplinär besetzte Expertenjury unter Vorsitz des
    Parlamentarischen Staatssekretärs Florian Pronold hat sich für die
    Förderung von 17 Projekten in ganz Deutschland ausgesprochen. Dieser
    Empfehlung ist Bundesbauministerin Hendricks gefolgt. Die Kommunen können
    ihre ersten Projekt-Maßnahmen bereits im Herbst beginnen.

    Der 15-köpfigen Expertenjury unter Vorsitz des Parlamentarischen
    Staatssekretärs Florian Pronold gehörten die Bundestagsabgeordneten
    Christian Haase, Kai Wegner, Dr. Anja Weisgerber, Michael Groß, Hiltrud
    Lotze, Kerstin Kassner und Chris Kühn an; außerdem Prof. Dr. Jörg
    Haspel (Präsident des Deutschen Nationalkomitees ICOMOS), Prof. Dr. Dr.
    Werner Durth (TU Darmstadt), Andrea Gebhard (ehem. Präsidentin bdla),
    Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher (TU Dortmund), Karen Pein
    (Geschäftsführerin der IBA Hamburg), Prof. Dr. (I) Elisabeth Merk
    (Stadtbaurätin München) und Prof. Dipl. Ing. Martin zur Nedden (Wiss.
    Direktor Difu).

    Die vollständige Liste der „Nationalen Projekte des Städtebaus 2016“
    steht unter folgendem Link: www.bmub.bund.de/N52065/

    Reformen des Energiesektors in der Ukraine

    4. Juli 2016

    Am 27. Juli 2016 fand in der Heinrich Böll Stiftung Berlin ein runder Tisch zum Thema „Energiereformen in der Ukraine: auf dem Weg zu Naturschutz und Nachhaltigkeit?“ statt.

    In den letzten zwei Jahren haben wesentliche Veränderungen in der ukrainischen Energetik stattgefunden. Die Ukraine ist unabhängig von direkten Gaslieferungen aus Russland geworden und hat ihre Priorität von Kohle zu Atomkraft gewechselt. Ein Hauptgrund dafür ist der Konflikt im Osten der Ukraine und die Annexion der Krim.  Die Reformen in der Ukraine können allerdings ambivalent eingeschätzt werden: sowohl skeptisch als auch positiv – in Bezug auf den Energiesektor neigen die Experten das Glas halbvoll zu sehen. Die Verabschiedung eines Gesetzes zur Regelung der Ukraine auf dem Gasmarkt, die Reform der Zuschüsse, Lieferungsverifikation, sogenannte „warme Kredite“, die Senkung des Energiekonsum der Bevölkerung und der Industrie – diese Entwicklungen werden weder vom ökologischen Denken verursacht noch vom Streben nach schneller Ratifikation des kürzlich unterzeichneten Pariser Abkommens. Die Hauptursache dieses Handelns der ukrainischen Regierung und des Volks liegt in dem Wunsch wie der Not zu sparen.

    Es gibt viele Gründe für diese Sparpolitik. Nach einerBestimmungGroßbritannien gilt ein Haushalt als energiearm, wenn er mehr aus 10% des Einkommens für Kommunalkosten ausgibt. Im ukrainischen Kontext hingegen, besonders in diesem Herbst, werden große Teile der ukrainischen Bevölkerung sogar bis zu 100% ihres Einkommens für ihre Heizung und warmes Wasser bezahlen. Im Durchschnitt verlieren die ukrainische Gebäude 6 Grad ihrer Wärme. Im Vergleich dazu liegt in Deutschland die Wärmeverschwendung nicht höher als 1-2 Grad. Dementsprechend zahlen die Ukrainer nicht nur für den Kommunaldienst, sondern auch für die Erwärmung der Atmosphäre. Vor diesem Hintergrund sehen die Experten bei der Tagung Maßnahmen der Energieeffezienz als optimale Variante des Ausstiegs aus der Wirtschaftskrise an. Das benötigt allerdings Investitionen, technologische Innovationen und Dezentralisierung. Außerdem betonen die Experten, dass eine Notwendigkeit zur Bildungsarbeit zu den Themen Umwelt und Klima in der Ukraine besteht. Was genau versteht man unter Energieeffizienz und in welchem Zusammenhang stehen die CO2-Emissionen mit der Gesundheit? –  das sollte unter Berücksichtigung der Perspektive alltäglicher Probleme den Ukrainer verdeutlicht werden. Aktuell versteht man unter Energieeffizienz in der Ukraine das Sparen von Strom und Wasser, aber richtige Energieeffizienz kann man nur unter der Bedingung der Investitionen der privaten Haushalte herstellen.

    Deutsche und ukrainische Umweltexperten betonen, dass in der Diskussion der Energiereformen kein Wort über Transport und Verkehr gesagt wurde. Auch für Deutschland ist das typisch. Die ukrainische Regierung ist auf der Umsetzung des EU Assoziierungsabkommens konzentriert. Dabei spielen die Forderungen über Transportreformen keine Rolle.

    Ein wichtiges Thema der Besprechung war die Kohlegewinnung in der Ukraine. Obwohl die Ukraine den größten Teil der Kohlegebieten im Osten nicht kontrolliert, vermuten die Experten, dass Kohle ein wichtiger Energieträger in der Ukraine bleibt. Das heißt, dass im Jahr 2035 Kohle 30% des ukrainischen Strombedarfs bedient. Kohleabbau in der Ukraine ist vor allem eine gesellschaftliche und politische Frage, und erst danneine wirtschaftliche. Die harsche Transformation der Kohleindustrie kann große Arbeitslosigkeit verursachen und ukrainische Monostädte in einer Krise versinken lassen. Gesellschaftliche Besonderheiten der Bevölkerung, die in der Kohleindustrie tätig sind, setzen voraus, dass die Fortbildung für Berufswechsel und Umorientierung in der Arbeit in grüner Energetik möglich ist – dies ist allerdings aus vielen Gründen fraglich. .

    Die ukrainische Energetik kann sich in die grünen Richtung bewegen. Dafür braucht man allerdings einen starken politischen Willen sowie die Unterstützung der Zivilgesellschaft. Besondere Erfolge zeigen hier die Stadtinitiativen, wie z.B. die Maßnahmen für Energieeffizienz in der Stadt Slavuta, Hmelnitzkayaoblast. Jürden Keinhorst aus dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sieht in der aktuellen Situation der Ukraine eine Chance um zu zeigen, dass sogar in der Krise und unter Kriegsbedingungen man Fortschritte in der Entwicklung der grünen Energetik und Umweltschutz machen könnte.

    Internationale Umweltforum in Ufa

    21. Juni 2016

    Vom 8. bis 10. Juni  nahm das Russisch-Deutsche Büro für Umweltinformation (RNEI) am internationalen Umweltforum in Ufa, Hautstadt der Republik Baschkortostan Russland, teil. Das Forum wurde von der Regierung der Republik Baschkortostan, vom Ministerium für Naturnutzung und Umweltschutz Baschkortostan und der Baschkortostan Ausstellungsgesellschaft organisiert.

    Die Hauptthemen des Forums waren  Probleme des Klimawandels, der negative Einfluss der Klimafolgen auf verschiedene Regionen Russlands und die Notwendigkeit einer entsprechenden Klimapolitik (z.B. Klimaadaptationsstrategien betreffend). Die Direktorin des RNEI, Angelina Davidova, hat das Plenum zu den Problemen des Klimawandels mitorganisiert und geleitet. Sie berichtete über Resultate der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Paris, über die Besonderheiten des Pariser Abkommens, über die Pläne Russlands zur Umsetzung des Pariser Abkommens und über die Maßnahmen der russischen föderalen Klimapolitik. In Rahmen des Plenums haben eine Reihe russischer Experten ihre Sicht zu den Problemen des Klimawandels auf globaler und lokaler Ebene vorgestellt. Der Direktor des Staatlichen Geophysikalischen Wojejkow-Observatoriums sowie IPCC Wladimir Katzow hat über den globalen Klimawandel und dessen Folgen für Russland, insbesondere für die Wolgaregion berichtet.  Der Direktor des Forstwirtschaftlichen Instituts der Russischen Akademie der Wissenschaften, Wladimir Sokilow, hat über die Rolle von Mooren für die Klimaregulierung und den Klimaschutz (Mitigation) berichtet. Dabei erwähnte er auch das russisch-deutsche Moorschutzprojekt in der Region Moskau, das mit der Unterstützung der Michael-Succow-Stiftung durchgeführt wird. Der Leiter der staatlichen Einrichtung für Hydrometeorologie und Umweltüberwachung in der Wolgaregion, Wladimir Sokolow, hat vor den erwarteten Folgen des Klimawandels für die Wolga gewarnt. Eine Reihe von Experten äußerte Besorgnis über die regionalen Folgen der Klimaveränderung für die Republik Baschkortoskan, zu denen unvorhersehbare meteorologische Ereignisse, vermehrte Dürren, die Reduktion von Moorflächen und der Ertragsrückgang in der Landwirtschaft zählen. Diese Aussagen mahnen zur Ausarbeitung von regionalen Konzeptionen für Adaptation und Mitigation.

    Am zweiten Tag hat Angelina Davidova ein Seminar für Journalisten und Vertreter von Pressestellen regionaler Verwaltungen und öffentlicher Umweltorganisationen durchgeführt. Dabei ging es um umweltjournalistische Fragen, wie zum Beispiel den Zugang der Öffentlichkeit zu Umweltinformationen, die Darstellung von Umweltthemen in den Medien und die Zusammenarbeit zwischen Behörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen.

    Interview mit Angelina Davydova auf dem Umweltforum.

    Woche der Umwelt in Berlin

    21. Juni 2016

    Vom 7. Bis 8. Juni 2016 nahm der DRA an der Woche der Umwelt 2016 in Berlin teil (www.woche-der-umwelt.de), eine Initiative des Bundespräsidenten Joachim Gauck und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Unter dem Slogan Innovative Spitzenleistungen aus Umwelt- und Naturschutz stellten sich fast 200 Firmen, Organisationen und Behörden aus Deutschland an Ständen vor und wurden über 80 Fachveranstaltungen zu Bildung/Kommunikation, Boden- und Naturschutz, zukunftsfähiges Wirtschaften, urbane Lebensräume, Energie/Klimaschutz, Ressourcen und planetare Grenzen/Transformation durchgeführt.

    Für die DRA-Arbeitsgruppe Umwelt und Klima standen die Themen Stand und Zukunft der Energiewende sowie Urbane Räume im Klimawandel im Zentrum des Interesses. Die Kernpunkte in diesen Bereichen lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

    Die Energiewende ist nach fast 50 Jahren ins Stocken geraten. Zwar wurden bedeutende Leistungen erbracht: Erneuerbare Energien konnten insbesondere im Stromerzeugungssektor aus dem Nischendasein in den Leitmarkt gebracht werden und sind kostengünstiger geworden. Vernachlässigt wurde die Energiewende jedoch in den Bereichen Verkehr, Wärme und Gebäude. Hier bestehen ein enormes Potential und Handlungsbedarf. Zudem müssten vehementer Lösungen für Energieeffizienz umgesetzt werden.

    Von den Kritikern der Energiewende, häufig Vertreter der auf konventionellen Energien basierenden Industrie, werden unklar gesetzte Rahmenbedingungen und fehlende Technologieoffenheit in den Regierungsprogrammen bemängelt. Sie führten zu verzerrten, ungleichen Wettbewerbsbedingungen (fehlendes level playing field) und damit zu Unsicherheit unter Wirtschaftsakteuren. Gleichzeitig böten bisherige Regelungen kaum echte Geschäftsmodelle und behinderten die Entwicklung von Innovationen. Klare Leitplanken und marktregulierende Instrumente werden demnach gefordert. Beispiele dafür wären international angepasste Emissionsgrenzen (CAP) und Preise für CO2 oder auch steuerliche Anreizsysteme für umweltschonende Verfahren.

    Die EEG Novelle wurde als eine weitere Bremse der Energiewende überwiegend kritisiert: sie bevorzuge mit ihrem Ausschreibungssystem große Bieter, verdränge dezentrale Lösungen und lokale Akteure (Kommunen und bürgerschaftliche Energiegenossenschaften beispielsweise). Letztlich äußerten viele Mitwirkende Bedenken, technokratische statt innovationsfördernde Lösungen könnten eine echte Energiewende behindern und dazu führen, dass Deutschland eine weltweit erwartete Innovationswelle verschläft. Die technologischen Entwicklungen der Erneuerbaren Energien lägen um Längen vor ihrer Wertschätzung und Förderung durch politische Akteure.

    Lob erhielt der Klimaschutzplan 2050 der Regierung, der zwar eine weitreichende Konkretisierung bezüglich Langzeitziele und dorthin führenden Meilensteinen zwar vermissen lässt, jedoch zumindest das Dekarbonisierungsziel formuliert und die Pfadabhängigkeit zwischen Sektoren (Elektrizität, Verkehr, Gebäude) aufgegriffen hat. Zu hoffen ist, dass der Klimaschutzplan zukünftige politische Machtwechsel überlebt. Die Verzahnung der Sektoren Strom, Verkehr und Wärme birgt ein großes Potential für Innovationen und Fortschritt. Lösungen wie power-to-gas, power-to-liquid und Hybrid- und Speichertechnologien müssen vorangetrieben werden.

    Bereits heute leben 75 % der Menschen europaweit in Städten. Durch den Klimawandel sind insbesondere in den Städten eine wachsende Wärmebelastung und eine Niederschlagszunahme zu erwarten. Die urbane Entwicklung ist ein zukunftsweisender Bereich, in dem bisherige Versäumnisse bei der Energiewende im Verkehrs- und Gebäudesektor angepackt und Energieeffizienz vorangetrieben werden könnten. In diesem Zusammenhang sollten Städte polyzentrischen geplant, alternative Baustoffe und Dämmsysteme (auch gegen Hitze) vehement gefördert und multifunktionale Quartiersentwicklung vorangetrieben werden, um so sozial gerechte, lebenswerte, ökologisch verträgliche und bezahlbare Wohnviertel zu schaffen. Smart Cities sind visionäre Städte, in denen die Dekarbonisierung und integrierte Klimakonzepte eine zentrale Rolle spielen und Stadtgestaltung mehrdimensional mit unterschiedlichen Beteiligungsformen erfolgt. Um Visionen Realität werden zu lassen, werden Innovationen benötigt.

    Eine klare Botschaft an Politik, Wirtschaft und Wissenschaft: eine klar formulierte Zielvorgabe für den nationalen Klimaschutz kombiniert mit einer verstärkten Innovationsförderung müssen ausgearbeitet werden, um allen gesellschaftlichen Akteuren hilfreiche Leitplanken zu bieten.

    Deutschland hilft Ukraine bei Stadtentwicklung und kommunaler Wärmeversorgung

    20. Juni 2016

    Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit berichtet über die Reise einer deutschen Regierungsdelegation mit dem Bau-Staatssekretär Gunter Adler in der Ukraine. Deutschland wird die Ukraine beim Aufbau eines Systems nachhaltiger Stadtentwicklung und der entsprechenden Qualifizierung der Mitarbeiter unterstützen. Mehr darüber.

    World Heritage Watch 2015 Conference Proceedings auf Russisch und English

    14. Juni 2016

    World Heritage Watch (WHW), unabhängige Nichtregierungsorganisation, setzt sich für die Bewährung des UNESCO-Welterbes ein. WHW informiert UNESCO  über die Situation der Welterbestätten und hilft den Menschen vor Ort ihre Stätten zu schützen. Am 25./26. Juni 2015 fand die internationale Konferenz „Das Welterbe und die Rolle der Zivilgesellschaft“ in Bonn statt. Auch in diesem Jahr am 8./9. Juni in Istambul organisiert WHW eine NGO-Konferenz „Zivilgesellschaft und Nachhaltige Entwicklung an Welterbestätten“. Deutsch-Russischer Austausch und Russisch-Deutscher Büro für Umweltinformation unterstützen die Teilnahme von:

    Alexandr Karpov – Direktor von Appraisal Centre von Gesellschaft der Naturalisten EKOM in St.Petersburg, Experte der Kommission für Stadt- und Landentwicklung von Gesetzgebende Versammlung St. Petersburgs, Mitglied des Vorstands „Center for Development of NGOs“;

    Anton Solovjiev – Vertreter von öffentlicher Organisation „Andreevsko-Peyzazna Iniciativa“ in Kyiv, Ukraine;

    Sergey Shapkhaev – Direktor von Burjatien Regionalunion von dem See Baikal, Mitglied von Umweltarbeitsgruppe beim Zivilgesellschaftsforum EU-Russland, Mitglied von Umweltrat in der Regierung von Burjatien von Russischer Föderation, Mitglied von Umweltarbeitsgruppe von dem Rat für Menschenrechte und Zivilgesellschaftsentwicklung unter Präsident des Russlands.

    Hier kann man die Materialien über die Konferenz in Bonn auf Russisch und English herunterladen.

    2015 Bonn Conference ProceedingsRus

    2015 Bonn Conference ProceedingsEng

    Erneuerbare: Süden auf der Überholspur

    7. Juni 2016

    Ein Standpunkt von Boris Schinke, Joachim Fünfgelt und Oldag Caspar

    Mehr Kapazität, mehr Investitionen, mehr Jobs – 2015 war ein Rekordjahr für die erneuerbaren Energien. Der globale Süden hat erstmals mehr in den Ausbau der Ökoenergien investiert als der Norden. Ausgerechnet in Europa – dem einstigen Vorreiter – bewegt sich wenig.

    Mehr Informationen unter: http://www.klimaretter.info/meinungen/standpunkte/21349-erneuerbare-sueden-auf-der-ueberholspur und https://germanwatch.org/de/12290

    Russia: Platforms for the Planet

    12. Januar 2016

    The environmental movement is on the rise in urban Russia, from grassroots recycling initiatives to protests against polluting industrial facilities. Environmental journalist Angelina Davydova and environmental activist Tatyana Chestina explore the digital tools helping Russia’s greens to consolidate their support and make an impact.

    Lesen Sie den Artikel in englischer Sprache hier.

     

    COP21: NGOs aus den Sowjetrepubliken haben einen schweren Stand

    7. Dezember 2015

    RNEI-Direktorin Angelina Davydova berichtet auf klimaretter.info über die schwierige Situation, in der sich die Umweltorganisationen befinden: Vertreter von Umweltorganisationen aus den früheren Sowjetrepubliken muss man beim Klimagipfel COP 21 in Paris mit der Lupe suchen. Aber es gibt sie, und sie können auch von Klimaschutz-Erfolgen berichten – auf lokaler Ebene. Die Regierungen wollen nach wie vor nichts von ihnen wissen. Hier können Sie den Artikel in voller Länge nachlesen.

    Ukraine officials pick weakest option for INDC as EU-backed advisers distance themselves from process

    14. September 2015

    September 11 — carbon-pulse.com

    Ukraine is set to submit an INDC enabling its GHG emissions to rise around 40% above current levels over the next 15 years after officials opted to recommend the weakest of four tabled options, according to two sources close to the process.

    An inter-ministerial panel chose to recommend Ukraine sets the goal, expressed as not exceeding 60% of 1990 level emissions by 2030, the sources said, asking not to be named because of the sensitivity of the matter.

    The recommendation came despite EU-backed advisers Clima East withdrawing its name from all four of the options and tabling its own deeper target, according to a document seen by Carbon Pulse.

    Read more

    „Nicht schuldig“ befindet die Anklagebank

    10. September 2015

    Schon wieder ein „Angriff auf unser Land“: Russland will beim Handel mit CO2-Zertifikaten nicht gepfuscht haben, wie es eine internationale Studie dem Land vorwarf. Der Fehler habe am Handelsmechanismus „Joint Implementation“ gelegen, argumentieren Klimaexperten aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Und: Russland beteilige sich daran ja gar nicht mehr.

    Aus St. Petersburg Angelina Davydova

    Für das russische Wirtschaftsministerium ist die Welt noch in Ordnung. „Unsere Emissionen sind durch den Handel mit Emissionsrechten gesunken“, sagt Wladimir Maximow, im Ministerium für Energieeffizienz und Umwelt zuständig, gegenüber klimaretter.info. Genau das nämlich hatte eine Studie der Politikberater vom Stockholm Environment Institute (SEI) in der vergangenen Woche bestritten. Grob zusammengefasst: Die Studie warf Firmen vor, sich mit angeblichen CO2-Reduktionen in Russland systematisch bereichert zu haben.

    StatfjordA(Jarvin1982)

    Bei der Förderung von Erdöl werden sogenannte Begleitgase frei. Oft werden sie, wie im Bild zu sehen, einfach verbrannt, obwohl man sie auch nutzbar machen kann. Die nötigen Verfahren sind allerdings aufwendig. (Foto: Jarvin Jarle Vines/Wikimedia Commons)

    Es geht um den Klimaschutz-Mechanismus Joint Implementation, übersetzt „gemeinsame Umsetzung“. Damit können Industrieländer, die das Kyoto-Protokoll unterschrieben haben, Emissionseinsparungen untereinander handeln. „Wir haben weniger fossile Brennstoffe verbrannt und mehr Energie gespart – viele Unternehmen arbeiten jetzt mit moderner Technik“, sagt Maximow. Er beschreibt damit, wie Joint Implementation im Idealfall laufen sollte.

    Das Prinzip: Du gibst mir Geld für eine Modernisierung meiner Industrie – die Emissionen, die ich dadurch einspare, darfst du dir gutschreiben. Als „Gastgeberländer“ kommen vor allem osteuropäische Staaten in Frage, die durch den wirtschaftlichen Zusammenbruch nach 1990 immer noch viel weniger Treibhausgase ausstoßen als im Kyoto-Protokoll angedacht – die den zusätzlichen Klimaerfolg also weniger gebrauchen können als die Investitionen aus dem Ausland. Russland beispielsweise verursacht heute 5,8 Milliarden Tonnen oder 35 Prozent weniger Klimagift als 1990, die Ukraine sogar 53 Prozent weniger. Nach dem Kyoto-Protokoll sind beide Staaten verpflichtet, ihren Ausstoß auf dem Niveau von 1990 zu halten.

    Das Problem: Es ist schwer einzuschätzen, wie viele Emissionen die angeschobenen Klimaschutzprojekte wirklich verhindert haben. Genau da soll Russland während der ersten Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls von 2008 bis 2012 laut der schwedischen SEI-Studie nicht so genau hingeschaut haben. Die Verantwortlichen in Moskau hätten dadurch, so der Vorwurf, sogar hingenommen, dass die Emissionen durch den Joint-Implementation-Mechanismus noch deutlich gestiegen sind.

    Den kompletten Artikel finden Sie auf klimaretter.info

    Ukraine urged to up climate ambition after INDC draft fails to impress

    9. September 2015

    Environmental groups are urging Ukraine to step up its climate ambition as a way out of its energy crisis, after the government circulated a draft INDC that would allow its emissions to soar from current levels.

    The nation’s environment ministry last week circulated draft plans to other ministries, businesses and NGOs, intending to get views on which of four options to put forward as the country’s contribution to a global climate pact. It is expected to be given final government approval before the end of the month.

    Ukraine is considering 2030 greenhouse gas emission targets ranging from reductions of between 40% and 55% below its 1990 levels of 944.4 million tonnes of CO2e, according to the draft INDC dated Aug. 12 seen by Carbon Pulse.

    But because the country’s emissions fell sharply in the 1990s along with the collapse of its Soviet-era industry, the goals would allow Ukraine’s emissions to rise by between 6% and 41% above 2012 levels of 402.7 million tonnes, according to calculations that exclude LULUCF.

    Any emission goal above 370 million tonnes (excluding LULUCF) would comfortably rate Ukraine’s INDC as “inadequate” under scenarios by Climate Action Tracker, which provides scientific analysis of national climate action from four European research groups.

    “All the four options are unacceptable in terms of ambition,” added Iryna Stavchuk, of environmental group National Ecological Centre of Ukraine (NECU).

    It’s unclear whether UN negotiations on a global climate pact due in December would agree rules on sharing the burden of emission cuts, though a UN panel of scientists have said that cuts of 40-70% below 2010 levels are needed by mid-century to stave off runaway warming.

    Ukraine’s environment ministry had not responded to emails seeking comment at time of press.

    DEFENSIVE PRIORITIES

    The INDC draft said Russia’s 2014 annexation of Crimea and a pro-Russian rebellion in the country’s east had radically changed Ukraine’s development course, with 20% of its economic potential destroyed and a need to up its heavy industrial output to help fortify its border zones and increase weapons production, amongst other things.

    The government said the INDC will need to be revised after Ukraine regains the lost territory, and the country will need to undergo a substantial programme to reconstruct ruined infrastructure.

    “It should be noted that Ukraine has already reduced its allowed GHG emissions by more than 10.2 billion tonnes since 1990, a result that no other country of the world has achieved. The national price of this contribution to maintenance of the global climate system is also very high: 30% GDP decline and a population decrease of 8 million people. Under these conditions, no one may deprive Ukraine of its right to restore its economy and resume growth within the allowed GHG emissions volume,” the INDC said.

    “Considering what’s happened to the country, if they do anything (on climate) I would be surprised,” said one veteran Ukraine climate policy observer, who asked not to be named due to the sensitivity of the INDC process.

    NECU’s Stavchuk recognises that the conflict has drastically shifted Ukraine’s priorities but argues that a more ambitious INDC would help the country rebuild.

    “Climate change is not on the political agenda at all in Ukraine, there are huge issues the government faces but it doesn’t seem to grasp that taking action on climate can contribute in overcoming them,” she said.

    “There is a huge potential for climate action to help overcome the economic crisis and to reduce the dependency on Russian gas,” she added, referring to Ukraine’s ageing, inefficient industrial facilities and leaky building stock.

    ENERGY MIX

    The draft INDC references “next steps” including implementation of a 2014 Association Agreement with the EU ETS Directive governing the bloc’s emissions trading system. It refers to requiring the design and implementation of long-term mitigation actions including market mechanisms.

    But NECU’s Stavchuk said the draft failed to take into account the policies Ukraine is currently developing and, rather than being written to reflect future plans, seemed to be based on existing policies that date back to 2006.

    Ukraine is a member of Europe’s energy community, which includes the EU and southeast European and Black Sea nations seeking to more closely link their energy markets. Ukraine is also seeking to diversify from its almost total dependence on Russian gas.

    As part of its membership, Ukraine has undertaken action plans for a 9% cut in domestic energy consumption over 2012 to 2020 and for renewables to supply 11% of energy use by 2020.

    Neither of these goals seems to be taken into account in the INDC paper, nor does a 2013 update to Ukraine’s energy strategy that included a goal to cut GHG emissions by 15% under 2010 levels by 2030.

    INTERNATIONAL SUPPORT

    Although each country is responsible for the content of its INDC, Ukraine received technical support from the EU via its Clima East project, UNDP and the US development agency USAID.

    But the EU’s support in the climate sector has been limited since the bloc in 2013 banned Ukrainian JI carbon credits for use in its ETS unless they underwent further validity checks amid concerns about the environmental integrity of any ERUs not subject to international oversight.

    The ban came too late to prevent hundreds of millions of offsets from flowing into the EU – units which a recent study found had undermined the EU’s own climate efforts due to nearly 75% of the ERUs not representing actual emission reductions.

    By Ben Garside – ben@carbon-pulse.com

     

    CALL FOR APPLICATIONS! FES European Autumn Academy

    11. August 2015

    Progressive Outlook on Structural Change of the Energy Sector through Youth Empowerment

    What impact does the “Energiewende” (energy transition) have on the lives of young people in lignite areas? What does a transition mean for their regions? Which futures do these regions have? How can future generations take part in the change?

    The withdrawal from emission rich coal energy technology to achieve various political goals poses both risks and opportunities.
    Doubts about the viability of coal as energy source are becoming louder due to the negative impacts of coal on the environment and climate. Nevertheless, as some cases show, the withdrawal from coal can open the chance to thrive a renewable energy sector and to spurn new investments in these regions (e.g. in new forms of tourism).
    The Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) will host a one-week interdisciplinary Autumn Academy in Leipzig, which will explore and discuss benefits and risks of coal energy from ecological, economical and socio-political angles. The aim is to develop a progressive outlook on opportunities and risks of structural change in major coal and lignite coal bases of Southern and Central Eastern Europe. It is therefore important that the perspective of young adults on their current situation and on their views on the future of their regions is embedded in any decision-making process, as they will be directly affected. Furthermore, their innovative power is needed to create change that effectively increases human well-being and to devise a sustainable future.

    The Friedrich Ebert Stiftung (Foundation) is pleased to invite 40 participants from different countries and lignite areas in Europe to Leipzig, Germany, from September 26 to October 3, 2015. Application Deadline: August 15, 23:59 GMT +1.

    Curious? Click here for the programme.

    The Friedrich Ebert Foundation will cover all expenses including accommodation and travel costs.

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    Climate Justice Training for Trainers – Paris, Sept 17th to 20th 2015

    4. August 2015

    Do you want to be part of a rising movement for climate justice ? Do you have experience in Non Violent Direct Action and would love to share your skills for this movement to grow even stronger ?

    The UN Summit on Climate Change (COP21) is coming to Paris in December and mobilisations are gaining momentum ! It will be a unique moment for social movements to organise resistance against the corporate take over of the negociations, and the basis for years of genuine solutions to the climate catastrophe.

    This September, theClimate Justice Training for Trainers will be a chance to develop skills, experience and confidence to train groups and individuals to take part in the creative direct actions taking place during the COP21 (particularly for thelast day ofmass actions on December 12th and the Climate Games), and learn how to support small groups to make their actions more powerful, more creative, and more fun.

    The Training for Trainers will be a safe space to try out and discuss different training techniques, and gain insights into the roles of a trainer. It will cover topics such decision making (whilst preparing an action and during the action itself), role allocation, sustainable activism, creative tactics as well as a short briefing about the legal situation in France.

    It will also prepare you to organize trainings in your own organization, movement or group of friends.

    This Training for Trainers is especially designed for people from a range of European countries, who will be giving trainings before and towards COP21, and we ask that everyone who attends the training guarantees to give 2 trainings (working with another trainer) in the rest of 2015. We expect participants to be confident to speak in front of a group, and to already have some experience in direct action, creative actions, civil disobedience etc. It will be delivered in English.

    The Training for Trainers will take place from Thursday 17 September at 18.00 to Sunday 20 September at 16.30, in Paris (location to be confirmed). Travel bursaries and basic accommodation (in youth hostel or at local people’s houses) will be available for those who need it, and meals will be provided.

    Please apply viathis application form.

    Application deadline is August 21st 2015. We will aim to give a reply to all applicants by August 31st. For more info and/or if you would be interested in a Training for Trainers in your own language, do not hesitate to get in touch: isa@350.org The Climate Justice Training for Trainers is a collaboration between 350.org, Greenpeace, Climate Games, the Laboratory of Insurrectionary Imagination and Climate Express.

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    Urbanist Swjatoslaw Murunow: Warum es in Russland keine positiven Beispiele von Stadtentwicklung gibt

    30. Mai 2015

    30. Mai – lenta.ru

    In der Moscow School School of Social and Economic Sciences hat Swjatoslaw Murunow, Leiter des Zentrums für angewandte Urbanistik, einen Vortrag gehalten. Er erzählte darüber, wie russische Provinzstädte aufgebaut sind und wie sie funktionieren, über die Fehler der russischen Urbanisten und darüber, wie die Stadt durch die Entwicklung  einer Selbstverwaltung von unten „neu gestartet“ werden kann.
    Lenta.ru hat seine Thesen in zwei Teilen veröffentlicht:
    Teil 1
    Teil 2

    French climate envoy sees ‘change of perception’ in Russia

    13. Mai 2015

    Nicolas Hulot, France’s special envoy for the protection of the planet, says he was “greatly surprised” by the changing attitudes in Russia towards climate change, saying any potential blockage at this year’s UN climate conference in Paris is unlikely to come from Moscow.

    For years, Russia has forged a reputation for playing hardball on climate change, drawing scorn from environmentalists who accused Moscow of using UN negotiations as “a self-service shop” where diplomats “come at the eleventh hour with ridiculous demands”.

    With the Ukraine crisis fuelling military tensions with the West, worries are mounting that Moscow will again use climate change as a negotiating chip for pushing its interests in other areas.

    The United States Special Envoy for Climate Change Todd Stern openly doubts Russia’s reliability on climate issues, telling EurActiv recently that negotiators usually don’t know Russia’s position until they walk into the room.

    So when Nicolas Hulot told a Brussels audience he saw a “change of perception” in Russia towards climate change, a few eyebrows were raised.

    “To be honest, we went there not knowing how we would be received,” Hulot said of a recent trip he made to Moscow with a French diplomatic delegation. “We were wondering if we were not going to revive Russia’s ability to block a process,” he said recalling previous declarations by Russian President Vladimir Putin suggesting that global warming was not such a bad thing for chilly Siberia.

    Hulot, a former TV journalist who was appointed special envoy for the planet by French President François Hollande, was speaking today (13 May) at an event organised by the Robert Schumann Foundation.

    Asked by EurActiv whether he saw Russia as a potential obstacle in Paris, he provided an unexpected answer. “I met Mr Alexander Bedritsky, the special envoy of Vladimir Putin on climate change. To my surprise we spent almost four hours with him,” Hulot said, describing the discussion as “very firm”.

    Den ganzen Artikel auf Englisch können Sie hier nachlesen.

    Russia’s U.N. climate plan not ambitious enough, experts say

    2. April 2015

    RNEI-Direktorin und Umweltjournalistin Angelina Davydova schreibt für die Reuters Foundation über die Klimapläne der Russischen Föderation. Experten halten diese für nicht ausreichend und sind der Meinung, Russland könnte und müsste mehr tun, um die Folgen des Klimawandels auch für Russland selbst zu mildern.

    ST PETERSBURG, Russia, April 2 (Thomson Reuters Foundation) – Russia’s offer to reduce emissions as part of a new global climate change agreement due to be agreed in December is not ambitious enough as it will require little additional effort, experts have said.

    Russia submitted its climate action plan to the United Nations late Tuesday, joining other big emitters ahead of a soft end-of-March deadline, pledging to cut its emissions by 25-30 percent by 2030 from 1990 levels.

    With Russia’s submission, 32 developed countries, covering nearly 80 percent of total emissions from industrialised nations, had delivered their contributions to the Paris agreement, the U.N. climate change secretariat said.

    Russia’s offer of limiting greenhouse gases to 70-75 percent of 1990 levels by the year 2030 „might be a long-term indicator, subject to the maximum possible account of absorbing capacity of forests”, its submission said.

     

     

    http://www.trust.org/item/20150402125343-k75p3/?source=fiHeadlineStory

    Der austrocknende Baikalsee kündigt eine „Ära von Kriegen um Trinkwasser“ an

    16. März 2015

    Die RNEI-Direktorin und Umweltjournalistin Angelina Davydova schreibt für die Nachrichtenagentur Reuters über die Situation des Baikalsees und zukünftige Konflikte um sauberes Trinkwasser in Russland.

    Der Wasserstand des Baikalsees ist der tiefste seit 30 Jahren. Während des ungewöhnlich trockenen Sommer letzten Jahres flossen nur 67% der üblichen Wassermenge in den See. 2015 soll diese Zahl auf 50% schrumpfen.

    Umweltschützer und Wissenschaftler führen dies einerseits auf den Klimawandel, andererseits auf Stromgewinnung durch Wasser zurück. Michail Grachew, Leiter der Abteilung für Binnengewässer der Russischen Akademie der Wissenschaften vertritt dagegen die Meinung, dass Schwankungen im Wasserstand natürlich und darum keine Bedrohung für das Ökosystem des Sees seien oder negative Folgen nach sich zögen.

    Der niedrige Wasserstand führt bereits zu Spannungen zwischen den Gebieten um den See. In der Republik Burjatien schwinden die Fischbestände und die Brunnen trocknen aus.

    In der Republik Irkutsk wird das Wasser des Baikals in ein Wasserkraftwerk abgeleitet, ohne das die Region ohne Strom, Wärme und Trinkwasser dastünde. „Wir versuchen die Interessen aller Beteiligten zu berücksichtigen, was jedoch nicht leicht ist“, so Nikolaj Gudkow, Pressesprecher des Ministeriums für Natürliche Ressourcen und Umwelt.

    Sergej Schapchajew, Direktor der lokalen NGO „Burjatische Regionale Baikalvereinigung“ warnt vor dem Aussterben von Fischen und Mikroorganismen, die eine essentielle Rolle für die Wasserreinigung und damit -qualität spielen. Das Austrocknen der Moore um den See erhöhe darüber hinaus die Gefahr von Waldbränden im Sommer. Die Anwohnerin und Mitglied der Vereinigung Natalia Tumurejewa berichtet, 27.000 Menschen in der Region seien bereits von ausgetrockneten Brunnen betroffen.

    Laut Experten muss sich die Region in jedem Fall darauf einstellen, mit wechselnden Wasserständen auszukommen. Alexej Kokorin vom WWF Russland bestätigt, dass in jedem Fall eine Anpassung unausweichlich ist.

    Der ganze Artikel ist auf Englisch unter reuters.com nachzulesen.

    Neue Gefahren für Russlands Wirtschaft

    10. März 2015

    Angelina Davydova schreibt für klimaretter.info über die negativen Auswirkungen des Klimawandels für Russland, wo sich die Erderwärmung schneller vollzieht als in anderen Regionen der Erde.

    Als ob es nicht schon genug schlechte Nachrichten für die russische Wirtschaft gäbe. Auftragsschwäche, Investitionsschwäche, Rubelschwäche, Vertrauensschwäche – jetzt kommt auch noch der „Bericht über die menschliche Entwicklung in der Russischen Föderation“ dazu. Ein Kapitel beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf Russlands Regionen. Tenor: Die Erderwärmung bedroht nicht nur die Infrastruktur und viele Rohstoff-Projekte in Sibirien. Sie könnte auch bis zu drei Prozent des russischen Bruttoinlandsprodukts auffressen.

    Erstellt hat den Bericht das „Analititscheski Zentr pro Pravitelstwe Rossiskoj Federazii“, das zentrale Planungsamt der Russischen Förderation. „Bislang hatten zumeist Zentral-, Nordwest- und Süd-Russland unter der Erderwärmung zu leiden“, urteilt Igor Makarow, einer der Autoren. Aber das wird sich ändern: In den kommenden Jahren werden sich die Folgen des Klimawandels besonders in der Ural-Region und im Fernen Osten Russlands bemerkbar machen. Nur im Nordwesten bleibt es wie bisher: Die Region um das Weiße Meer bleibt Brennpunkt der Erderwärmung.

    Den kompletten Artikel finden Sie auf klimaretter.info.

    Stellenangebot: Geschäftsführer/in bei Coalition Clean Baltic (CCB)

    18. Februar 2015

    Coalition Clean Baltic (CCB) is an international network of 20 environmental NGOs in 11 countries in the Baltic catchment, a non-profit organization, established in 1990, working for the protection of the Baltic Sea environment, with focus on water-related issues in the Baltic Sea Region. 

    CCB is now recruiting a new Executive Secretary.  We are looking for an experienced individual, who could bring in strategic, innovative thinking to lead CCB’s head office (International secretariat) in Uppsala, Sweden, supporting a small team of experts (2-3 people). You will perform and direct all everyday tasks that are needed to successfully manage the CCB organization and its networking, based on the programmatic decisions of both the Board and the General Meeting. Together with our Board, you will be responsible for designing and transposing the work programme and budget, managing current project activities, as well as securing future funding.

    We work in an international environment with partners across the Baltic Region and in Brussels, engaging with decision-makers, civil servants, NGOs and the environment-agriculture-fishing sectors. Previous experience of environmental, agriculture and fisheries policy work, strategical understanding of the EU political processes and a keen interest for developments in these areas is necessary.

    You should furthermore bring the following skills and experience:

    • A talent for team-oriented work, also incorporating the national member organization’s concerns and views
    • Very good knowledge of the Baltic Sea environment and its environmental problems
    • Excellent communication skills in English (written and spoken), knowledge of other major Baltic region languages is an advantage
    • Experience in fundraising and funding applications
    • An established contact network within the Baltic environment policy world
    • Documented experience of managing staff and projects

    The job is a full-time position starting in summer of 2015. The post is based at our office in Uppsala, Sweden. CCB is a member of the Employers’ Alliance (Arbetsgivaralliansen) and we apply their agreement for non-profit organisations.

    CCB is striving towards promoting equality between women and men in all the work that is performed within the frame of CCB. A CCB Gender strategy was elaborated during 2002 and revised in 2006, to include the aspect of Equity as well.

    We only want electronic applications, which should be sent to CCB Chair Jakub Skorupski,  jakub@gajanet.pl   Please send your application in English (including personal cover letter, CV and salary requirements) by 16 March 2015.

    For further information about the position, please contact:

    Jakub Skorupski, Chair of CCB, jakub@gajanet.pl

     

    About the Coalition Clean Baltic

    CCB unites NGOs from Belarus, Finland, Russia, Estonia, Latvia, Lithuania, Poland, Germany, Denmark, Ukraine and Sweden. The CCB member organisations combined have over 800.000 members in all countries around the Baltic Sea.

    CCB’s long-term goal is a healthy Baltic Sea environment, including its catchment and coastal areas, with thriving biodiversity. A prosperous Baltic Region within the limits of the water and marine ecosystem. We work towards sustainable ecosystem-based management of Baltic natural resources, and spread knowledge and information in order to influence the direction of Baltic regional and European agriculture, fisheries, water & marine environmental policies. CCB is a key player in HELCOM, BALTFISH Forum, Baltic Sea Advisory Council (BSAC) and participates in various forum on EU environmental policy development, e.g. EU Strategy for the Baltic Sea Region.

    Common denominators for the CCB network include seeking opportunities to encourage new and constructive approaches and engaging people to become part of the solution instead of part of the problem. Being an international network organization, CCB has the advantage of being able to work both at the international and national policy levels as well as with concrete field projects.

    See website for more information: www.ccb.se

    Krise hindert Russland am Ergrünen

    5. Februar 2015

    5.2.2015 – derstandard.at

    Die österreichische Tageszeitung DerStandard berichtet über die Auswirkungen der Krise auf den Klimaschutz in Russland und zitiert einen Artikel von Angelina Davydova  im Kommersant vom 4.2.2015.

    Wien – Russlands Klimaschützer schlagen Alarm. Dem Land gehe das Geld für Klimaschutzmaßnahmen aus, fasst Angelina Dawydowa die Sorge zusammen. Die russische Klimajournalistin nimmt als Beobachterin an den Uno-Klimaverhandlungen teil. Tatsächlich hat die Regierung in Moskau aufgrund der Krise die Budgetausgaben um rund zehn Prozent gekürzt. Dieser Tage hatte das Energieministerium in Moskau verkündet, dass im Haushalt für das nächste Jahr keine Mittel für Energieeffizienz vorhanden sein werden. Weil das Geld aus dem Staatshaushalt fehlt, will sich das Energieministerium darauf konzentrieren, „ein investitionsfreundliches Klima für Effizienzmaßnahmen zu schaffen“, gibt Alexej Kulapin, Chef der Abteilung Energiepolitik in der Zeitung Kommersant zu Protokoll.

    Den ganzen Artikel können Sie hier nachlesen.

    Klimavereinbarung zwischen USA und China

    14. November 2014

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    US-chinesische Klima-Initiative: Die Gut-Wetter-Macher

    14. November 2014

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    EU-Klimagipfel: Große Differenzen, bescheidene Ziele

    28. Oktober 2014

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    Deutsch-Russisches Jugendforum: „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“

    14. August 2014

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    19-jähriger versucht die Ozeane zu retten

    30. Juni 2014

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