• 26./27. Juni in Bonn: RNEI und DRA bei Gründungskonferenz von World Heritage Watch (WHW) über UNESCO-Welterbe und Rolle der Zivilgesellschaft

    by  • 11. Juni 2015 • RNEI

    Über 1.000 historische Stätten, Denkmäler, Landschaften und Territorien in 161 Ländern hat die UN-Kulturorganisation UNESCO bereits zum Welterbe erklärt: Als Kultur- oder Naturerbe sind sie »von außergewöhnlicher Bedeutung« und »müssen der ganzen Menschheit erhalten werden«.

    Der Eintrag in die Liste garantiert jedoch noch nicht ihren Schutz: Manchmal sind die Welterbestätten bedroht durch fanatische Zerstörungswut wie derzeit im Irak oder in Syrien – oftmals aber schlichtweg von staatlichen oder Privatinteressen, etwa im Zuge von Industrialisierung, Rohstoffförderung und Tourismus.

    Die 2014 gegründete Organisation World Heritage Watch (WHW) will zum einen die Staaten an ihre Verpflichtungen zur Wahrung und Pflege der Stätten erinnern, zum anderen NGOs und Bürgerinitiativen zusammenbringen, unterstützen und zur Koordination ihrer Aktionen beitragen.

    Nun findet die erste Konferenz »Das UNESCO-Welterbe und die Rolle der Zivilgesellschaft« am 26. und 27. Juni unmittelbar vor der Tagung des UNESCO-Welterbekomitees in Bonn statt. Dort werden VertreterInnen von NGOs, lokalen Gemeinschaften und indigenen Völkern darlegen, was die Zivilgesellschaft zum Erhalt des Welterbes leistet, und Vorschläge für bessere Mitwirkungsrechte im Rahmen der UNESCO-Welterbekonvention ausarbeiten.

    Aus Russland sprechen in Bonn u.a. Jevgenij Simonov über die Bedrohung des Baikalsees durch Wasserkraftwerke in der Mongolei und Viktoria Scharachmatova über die Beteiligung der indigenen Völker auf Kamtschatka, eingeladen wurden sie vom DRA und dem RNEI. Das gesamte Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der Website von World Heritage Watch. Für den DRA nimmt die RNEI-Projektleiterin Judith Kiss teil. Die Konferenz wird gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Stiftung Internationale Begegnungen Bonn, der Rosa-Luxemburg-Stiftung und dem Deutsch-Russischen Austausch e.V., der auch zu den Initiatoren der Gründung von World Heritage Watch zählt.

    Veranstaltungsdatum: 26./27. Juni 2015
    Veranstaltungsort: Gustav Stresemann Institut, Langer Grabenweg 68, 53175 Bonn